Meine Lieblingsfußballfilme

So lange mein Leben zu einem guten Teil aus Fußball besteht, suche ich mir mein Unterhaltungsprogramm auch entsprechend aus. Für einen Abend im Kino bin ich so nur unter gewissen Umständen zu haben. Das liegt daran, dass ich für Filme, die überhaupt nichts mit meiner Leidenschaft Fußball zu tun haben, nur sehr beschränkt zu begeistern bin. Entsprechend trifft man mich kaum je in einem Kino in Gelsenkirchen an, denn die Filme, die mich interessieren, laufen in diesen Kinos kaum. Sie drehen sich um den Fußball und erreichen so viel weniger Publikum als die Blockbuster-Streifen wie James Bond oder alles Mögliche aus dem Hause Disney. Dennoch sind die Fußballfilme immer wieder sehr sehenswert, weil sie Dinge beleuchten, die man vielleicht einmal aus einem anderen Winkel erlebt hat. Drei solche Filme habe ich mir selber kürzlich wieder angesehen und stelle sie nun kurz vor:

Goal! The Dream Begins

Dieser Film zeigt eine Geschichte, die gerade so gut auch aus Gelsenkirchen stammen könnte. Ein junger Mann bekommt bei einem großen Verein in England die Chance, sich zu beweisen und bekommt einen Vertrag in der Premier League in Aussicht gestellt. Auf dem Weg dorthin erfährt er allerdings, dass alles doch nicht so einfach ist und macht zu allem Überfluss auch noch den Fehler, sich immer wieder Geschichten abseits des Feldes zu erlauben, die dann jeweils den Weg in die bissige Boulevardpresse Englands finden. Zahlreiche berühmte Fußballer hatten in dem 2006 erschienenen Film einen Gastauftritt.

Escape to Victory

Wesentlich älter ist Escape to Victory, auf Deutsch auch als Flucht oder Sieg bekannt. Dabei geht es um ein Fußballspiel zwischen Kriegsgefangenen der Deutschen und einer Elf der Wehrmacht. Die Kriegsgefangenen versuchen das Spiel erfolgreich als Sprungbrett für eine Flucht vor den Deutschen zu nutzen. Ihr Plan muss allerdings zunächst aufgeschoben werden, da das Spiel zu lange umstritten bleibt und schließlich mit einem 4:4-Unentschieden endet. Auch in diesem Film haben etliche Stars wie Pélé oder Bobby Moore sowie die Profi-Mannschaft von Ipswich Town in England Gastauftritte.

Green Street

Im Gegensatz zu den anderen beiden erwähnten Filmen geht es dabei nicht um den Fußball auf dem Platz, sondern um eine gewalttätige Sektion der Anhänger neben dem Platz. Die gefürchteten Hooligans des Londoner Vereins West Ham United spielen dabei eine tragende Rolle. Ein Student aus den USA, der dort von seiner Universität entlassen worden war, lernt dabei das Innenleben der Green Street Elite, einer Hooligan-Gruppierung rund um West Ham United kennen. Der Film befasst sich somit mit einem Nebenschauplatz des Fußballs, der sich vor allem durchorganisierte und zelebrierte Gewalt auszeichnet. Diesen Leuten geht es weniger darum, ein Spiel zu sehen.